Marika Beck – Waschik története

Klassentreffen /osztálytalálkozó 2010
Maria Waschik (stehend) die 1. links /Balra az elsó az álló sorban

A Neue Zeitung 2017/30-as számában jelent meg Marika Beck, vagy ahogy diákkorunkból ismertük, Waschik Manci történetének első része. A folytatás a Deutscher Kalender 2018-ban lesz olvasható.

Ich wollte nicht von hier weg. Ich wollte von hier sein, ich wollte ungarisch sein…“

Die Geschichte von Maria „Manzi“ Waschik aus Elek

Die Deutschen in Elek mussten im 20. Jahrhundert einen doppelten Schicksalsschlag erleiden: nach der Verschleppung zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion 1945 kam 1946 die Vertreibung nach Deutschland.

Was für Folgen diese Ereignisse auch auf das Leben der Nachkriegsgeneration haben konnten, zeigt der Lebensweg von Maria Beck (geborene Waschik), wohnhaft seit 1965 in Stetten (Ortsteil in Leinfelden- Echterdingen in Baden-Württemberg) in der BRD. Bei unserem erfreulichen, zufälligen Treffen auf dem 71. Kirchweihfest der Eleker am 2. Juli 2016 in Leimen-St. Ilgen kam Maria Beck zuerst die Idee, über ihre Kindheit in Elek zu erzählen. Das darauf folgende Klassentreffen in Elek gab den entscheidenden Anstoß, ihre Lebensgeschichte zusammenzufassen, und über ihre neue Heimat, neue Familie, das Heimweh, die „Muttersprachen“, über die doppelte Identität und den Spracherwerb ihrer Kinder offen zu reden.

„Das Datum 27. 03. 1965 hat sich sehr stark in mein Gedächtnis eingeprägt, an diesem Tag musste ich Elek verlassen. Ich wollte von hier nicht weg, ich war 15, ging seit einem halben Jahr aufs Gymnasium, war eine eifrige Schülerin, wollte später Lehrerin werden. Ich hatte meine Freunde hier, habe mich hier einfach wohl gefühlt. Ein Widerstand wuchs in mir und ich habe fast verhindert, dass wir mit meinen Eltern nach Deutschland auswandern können, als ich unsere Reisepässe verbrennen wollte.

In unserer Wohnküche, wo man im Herd mit Maisstengeln heizte, hatte ich schon oben die Ringe abgenommen – mit den Pässen in der rechten Hand –, in diesem Moment kam meine Mutter herein…

1. Klasse 1956-57 in der Grundschule Elek. Maria Waschik in der knieenden Reihe rechts von
der Lehrerin Radnai Lászlóné, sie hat ihre Hand auf der Schulter von M. W. (Nach 1946
kamen aus 28 Orten Familien nach Elek, deswegen ist die Klasse so groß.)

Was der Grund für unsere Ausreise war?

In der Waschik-Familie war ich das vierte Kind: Die erste Tochter Elisabeth ist verstorben. Mein um zehn Jahre älterer Bruder war fünf, da wurden meine Eltern zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion nach Krivoj Rog verschleppt. Ein Jahr später wurde er mit den Großeltern nach Deutschland vertrieben.

Meine Eltern konnten erst im Juli 1947 krank und abgemagert nach Elek zurückkehren, wo sie niemanden aus der Familie wiederfinden konnten. Aber mein Vater wollte nicht nach Deutschland weitergehen.Um diese Zeit kam meine zweite Schwester – wieder Elisabeth genannt– zur Welt, sie lebte aber nur zwei Wochen.

Am 23. Mai 1950 wurde ich als viertes Kind geboren.

Meine Eltern haben versucht, meinen Bruder nach Ungarn zurückzuholen, mit zwölf hätte er kommen können – da haben aber die Großeltern geschrieben, er wolle es nicht mehr, er habe sich da eingelebt.

So stellten meine Eltern den Antrag um eine Ausreisegenehmigung nach Deutschland wegen Familienzusammenführung.

15 Jahre lang ist meine Mutter jedes Jahr nach Budapest gefahren, um diese Gelegenheit zu erledigen, bis es ihr 1965 gelang. Mein Vater hat damit nicht gerechnet – er hoffte nicht auf den Erfolg dieser Aktion, und hatte sowieso einen Groll auf meinen Bruder, dass er nicht nach Ungarn kommen wolle. Meine Mutter aber wollte ihren Sohn wiederhaben, egal wie.

Als wir in Stetten angekommen sind, kam die große Enttäuschung: Mein Bruder lebte nicht mehr dort, er war nach Kanada ausgewandert, hat dort geheiratet. Erst drei Jahre später, 1968, habe ich ihn das erste Mal im Leben getroffen, darauf folgten noch fünf kurze Besuche.

Erst 1993 konnte geklärt werden, warum er nicht nach Ungarn zurückgekehrt ist: er wusste von der Aktion der Eltern gar nichts, die Großeltern haben es ihm einfach verschwiegen. Er ist in dem Glauben aufgewachsen, dass die Eltern nichts von ihm wissen wollten.

Um diese Zeit war er schon schwer krank, und es ist gut, dass diese Spannung zwischen Eltern und Sohn gelöst werden konnte, bevor er ein Jahr später aus dem Leben schied.“

Wie Marika Beck- Waschik in der neuen Heimat Fuß fassen konnten, wann sie sich da erst zu Hause fühlte, wann und warum sie die ungarische Staatsbürgerschaft wieder beantragt hat, folgt im Deutschen Kalender 2018.

Aufgezeichnet von Klara Mester

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